Müller: Postfilialen erhalten

Müller: Postfilialen erhalten

Scharfe Kritik  an Plänen der  Deutschen Post, ihre gesamten eigenen Postfilialen aufzugeben, hat der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller, geübt. "Eine Postannahme- und Postausgabestelle beispielsweise in einer Spielhölle oder einer Tankstelle ist keine Alternative. Zu Post- und Briefdienstleistungen gehören Vertrauen und Verlässlichkeit. Dies kann dort mit Sicherheit nicht gewährleistet werden", sagte Müller. Eine Schließung der Postfilialen hätte verheerende Auswirkungen auf die Dienstleistungen.


Müller warnte, dass sich die Post mit diesem Schritt selbst zerschlagen und zu einer normalen Spedition machen würde. Bereits jetzt, nach der Schließung der ersten Filialen, würden die Beschwerden
von Kunden zunehmen, so der Landes- und Fraktionsvorsitzende. Einige Gemeinden seien sogar  dazu übergegangen, selbst eine Postfiliale zu betreiben. Müller weist zudem daraufhin, dass die Postfilialen vielfach bereits seit Jahrzehnten am gleichen Ort sind. Sie spielen damit auch eine wichtige Rolle für das Zusammenleben in einer Gemeinde oder einem Kiez.
Müller: "Noch hält der Bund über die KfW rund 30 Prozent an der Deutschen Post. Ich fordere die Verantwortlichen im Bund auf, dieses kärgliche Überbleibsel an Restverantwortung wahrzunehmen und sich für den Erhalt der Filialen einzusetzen."
Der vollkommen falsche Weg sei es jetzt, das Steuerprivileg für die Post aufzuheben, wie es jetzt offenbar von Schwarz-Gelb verfolgt wird. "Das ist der letzte Schritt zur vollkommenen Privatisierung. Im Sinne der Bürgerinnen und Bürger wäre es hingegen, das Steuerprivileg beizubehalten und darüber Druck auf die Post auszuüben für Qualitätsstandards und für ein vernünftiges Filialnetz", kritisiert Michael Müller.
Müller: "Bahn und Post sind zwei Musterbeispiele für den Irrweg der Privatisierung im Bereich der Daseinsvorsorge: Die Dienstleistungen werden schlecht und unzuverlässig."

 

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